HSV Alzey 3 - Mainzer TV V. 1817 2 36 :22

Trotz schwacher Leistung, Heimdebüt für Herren 3 geglückt

Nachdem überraschenden Sensationssieg zum Saisonauftakt, beim Vorjahres Meister SG Saulheim, stand für die „Dritte“ des HSV das Heimdebut in der frisch renovierten Rundsporthalle an.
Ein Pflichtsieg sollte man meinen, doch nach dem eigenen Sieg eine Woche zuvor, sollte jedem bewusst sein, in der stärksten Bezirksklasse aller Zeiten, gibt es keine Außenseiter.
Und genau deshalb, setzte Coach Hofrath zum Abschlusstraining unter der Woche noch ein Testspiel in Einhausen an. Personell eng besetzt musste der Coach selbst zum Trikot greifen, da das Spiel aber unter Ausschluss der Presse stattfand, können weitere Details nur über Mund-zu-Mund Überlieferungen der anwesenden in Erfahrung gebracht werden.
Aber ein Aufatmen bei den Heimfans des HSV, vor seit Wochen ausverkauftem Haus, sollte der Trainer seit langer Zeit mal wieder aus den Vollen schöpfen können. Unter tosendem Applaus konnte Corny Koch nach langer Verletzung sein Comeback im Kader der „Dritten“ geben, musste aber erst einmal auf der Bank Platz nehmen, Aufbauphase nennt man das heutzutage.
Auch die noch beim Saisonauftakt fehlenden Max Laubner und Christian Scherer, konnten die Wechseloptionen und damit die Qualität weiter nach oben schrauben.

Die gut besetzte Bank, nutze man zugleich auch für ein neues Mannschaftsfoto, zudem sich zur Freude der Mannschaft und Fans auch die aktuell verletzten Karl und Weinmann gesellen konnten, trotz voller Terminkalender (Foto wird zeitnah durch die Presse aktualisiert).
Zum Gegner musste der Trainer im Vorhinein wenig sagen, kannte man diesen doch gut aus den letzten Jahren in der Liga. Lediglich mahnende Worte, ob einer zu überheblichen Herangehensweise nach dem Sieg in Saulheim wurden deutlich an die Mannschaft herangetragen.
Leider schien die neue und dadurch ungewohnte Rundsporthalle (Linienchaos hoch 10) sowie der ein oder andere Gedanke nach dem Motto: „Ach wenn man Saulheim schlägt, schlägt man die doch sicher“, die Konzentration der Mannschaft sinken, vor allem im Angriff.
Schleppend erzielte Timm Braun nach fast zwei Minuten das erste Tor der Partie.
In der Abwehr gab es für Fans, Trainer und Torhüter Tristan Herter wenig zu meckern, doch vorne stotterte der Angriff gewaltig. Erst durch einen 7m „Doppelschlag“ in der 11. und 12. Spielminute von Christian Schipp konnte der erste größere Abstand von erzielt werden (7:3). Aber auch das löste den Knoten nicht so richtig. Viele freie Torchancen wurden liegen gelassen und Gegenstöße nicht mit genug Tempo oder Genauigkeit ausgespielt. So stand es zur Pause zwar 14:9, doch die Führung hätte aufgrund der Torchancen und Feldüberlegenheit viel deutlicher ausfallen müssen!
Dementsprechend auch die Halbzeitansprache von Coach Ecky, eine gute Abwehrleistung, aber viel zu wenig Tempo, Zug und Genauigkeit im Angriff. So gibt man dem Gegner nur die Chance sich zurück in die Partie zu kämpfen und das war ja leider eine schlechte Tradition des HSV, den Start in die zweiten dreißig Minuten zu verschlafen.
Erst einmal sah es jedoch nicht so aus, der HSV schaffte es, den Abstand zu über ein 18:12 (38 min) und 20:13 (39 min) geringfügig zu vergrößern, doch mit jeder Minute sank die Konzentration weiter ab. Jetzt kamen auch die beiden Halbspieler der Gäste immer besser in die Partie und konnten zu oft, viel zu einfach bis auf 6m durchbrechen und Tore erzielen. Selbst ein heute wieder gut aufgelegter Tristan Herter im Tor, konnte die Vielzahl der Torgelegenheiten für den Gegner nicht im Alleingang annullieren. So schmolz nach einer 2-Min Strafe für den HSV mit zwei anschließenden Treffern des Gegners, die Führung auf 25:21 (50 min).
Als wäre dies ein Weckruf gewesen und angepeitscht von der ausverkauften Rundsporthalle, raufte sich der HSV nochmal zusammen um hier nicht dem Gegner die Sensation zu überlassen.
In der Abwehr wurde nun wieder proaktiver der Gegenspieler festgemacht und die Angriffe mit mehr Genauigkeit zu Ende gespielt. Der nun wieder größer werdende Druck zeigte auch bei den Gästen Wirkung. Wurde nun jede Aktion vorne wie hinten mit dem Schiedsrichter ausdiskutiert und bemängelt, dezimierten sich der Mainzer TV dadurch nur selbst. Jetzt hatte man das Spiel zur Erleichterung des Trainers wieder im Griff und ließ in den letzten zehn Spielminuten mit einem 10:1 Torlauf nur noch ein Tor der Gäste zu, ein 7m zum 35:22 in der 59. Spielminute.
Den Schlusspunkt setzte Thomas Müller mit dem 36:22 kurz vor Abpfiff der Partie.
Am Ende ein sicherlich verdienter Sieg, auch in dieser Höhe, doch waren hier Leistung und Konzentration definitiv nicht auf dem Level der Vorwoche. Aber zum Sport gehört auch, dass am Ende niemand mehr fragt wie ein Ergebnis zustande kam und so grüßt die Herren 3 nach zwei Siegen zum Auftakt mit 4:0 Punkten von der Tabellenspitze.
Für die Stimmung und Moral sicherlich 4 sehr wichtige Punkte, die man auch dank Bierspenden noch in der neuen, wenn auch beengten Kabine, feiern konnte.
Wer aber denkt, jetzt kommt erstmal Ruhe rein ist fehl am Platz, denn der Spielplan der Herren 3 ist straff getaktet mit einem Spiel pro Woche bis zu den Herbstferien. Der nächste Höhepunkt findet am 13.09. beim Auswärtsspiel in Ingelheim statt.

Für den HSV spielten:
Tor:
Tristan Herter, Jürgen Söhnle
Feld:
Max Laubner (1), Timm Braun (11/1), Michael Müller, Timo Seibel (1), Sebastian Boos (2), Christian Schipp (5/3), Hannes Hagen Höpfner (4), Thomas Müller (6), Markus Frey (1), Corny Koch (2), Christian Scherer (3)

Spielbericht, Presseabteilung Herren 3 – Timo Seibel