14. November 2011

Nach 9-Tore-Rückstand noch ein Unentschieden erkämpft

RHLF: SF Budenheim I – HSV Alzey I 24:24

Eine schlechte Vorstellung zeigten die HSV-Damen in Budenheim. Bis zum Stand von 7:7 verlief die Partie ausgeglichen. Danach zeigte sich deutlich, dass die Alzeyerinnen erheblich Probleme mit der offensiven Deckung gegen ihre Außenspielerinnen und gegen Ute Paeseler hatten. Etliche technische Fehler und Torwürfe, die diesen Namen eigentlich nicht verdienen, führten dazu, dass bis zur Pause nur noch ein Treffer zustande gebracht wurde. Es fehlte an Laufbereitschaft, Konsequenz, Motivation und dem nötigen Willen, auch dahin zu gehen, wo es weh tut. Dafür kassierte man mehrere Gegenstoßtreffer und stand auch im gebundenen Abwehrverband nicht mehr sicher, so dass die Gastgeberinnen auf 15:8 davonzogen.
Auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte sah es nicht besser aus. Budenheim konnte sich gar auf 20:11 absetzen. Erst die deutlichen Worte von Trainerin Melanie Schmidt in einer Auszeit riss die HSV-Damen aus ihrer Lethargie. Mit nur etwas mehr Tempo und Einsatzbereitschaft war die Budenheimer Deckung nun leicht zu knacken. Die Gegenwehr der HSV Damen führt nun auch zu mehr Fehlern der Gastgeberinnen, so dass der HSV einige einfache Ballgewinne verzeichnen konnte. Beim zwischenzeitlichen 20:15 schien auch bei der letzten Alzeyer Spielerin der Kampfgeist geweckt zu sein. Obwohl Budenheim bis zum 23:17 einen 6-Tore-Vorsprung halten konnte, gaben die HSV-Damen das Spiel nicht verloren. In den letzten 10 Minuten kämpfte man sich Tor um Tor heran und konnte zum 23:23 ausgleichen. Auch der von den Gastgeberinnen verwandelte Siebenmeter zum 24:23 knapp eine Minute vor Schluss besiegelte die Niederlage nicht. Konsequent ging man im letzten Angriff in die Lücken und bekam selbst noch einen Siebenmeter zugesprochen, der von Ute Paeseler kurz vor dem Schlusspfiff sicher zum 24:24 Endstand verwandelt werden konnte.
Das Spiel hat gezeigt, dass es noch viel zu tun gibt für die HSV Damen. Insbesondere die Einstellung muss sich ändern, will man in Zukunft erfolgreich agieren. Immerhin hat man es durch eine starke kämpferische Leistung in den letzten 20 Minuten geschafft, nach einem Neun-Tore-Rückstand noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Daran gilt es anzuknüpfen.

Für den HSV spielten:
Ulla Paeseler(Tor), Susanne Paeseler (5/1), Ute Paeseler (8/5), Melanie Graff (3), Steffi Konrad (2), Jana Mann (1), Katja Vollmer (1), Isa Bergmann (2), Elisabeth Schmitt (2), Lina Wagenführer, Leslie Adam

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